Wärmepumpe optimiert betreiben
Consolinno-Optimierer
Die Steuerung der Wärmepumpe erfolgt durch einen in der Consolinno HEMS Software enthaltenen Optimierer.
Wärmepumpen sind entweder per SG-Ready, Modbus oder EEBus angebunden.
Jede SG-Ready kompatible Wärmepumpe / Brauchwasserwärmepumpe kann angebunden werden.
Modbus oder EEBus-kompatible Wärmepumpen finden Sie in der aktuellen Kompatibilitätsliste.
1. SG-Ready kompatible Wärmepumpen
Voraussetzungen
Konfiguration der Wärmepumpe
Die Wärmepumpe muss nach Herstelleranleitung konfiguriert werden
SG Ready Funktion muss oft frei- oder eingeschaltet werden
Es wird SG-Ready 1.0 und der neue 1.1 unterstützt, dies ist bei der Einrichtung des SG-Ready Plugins wählbar
Einstellungen wie überheizen Heizkreis, Pufferspeicher etc., teilweise sind diese Einstellungen nur durch den Heizungsbauer konfigurierbar je nach Hersteller der Wärmepumpe
Der Wärmepumpe kann ein im Stromkreis verbauter Zähler zugewiesen werden, da die Wärmpumpe über SG-Ready keine Daten an das Leaflet HEMS liefert, besteht so die Möglichkeit den Stromverbrauch in der HEMS-App zu visualisieren. Die Konfiguration wird in der Integrationsanleitung “Alle - SG-Ready” unter Wärmepumpen beschrieben
Einstellungen in der HEMS-App
Vorausssetzung für den Optimierer ist die korrekte Einstellung der elektrischen Maximalleistung der Wärmepumpe:
Optimierung mit PV-Überschuss
Die Wärmepumpe wird über SG-Ready-Zustände so gesteuert, dass vorhandener PV-Überschuss optimal ausgenutzt wird.
Beträgt der PV- Überschuss mehr als 50 % der Nennleistung der Wärmepumpe für einen Zeitraum von mindestens 15 Minuten, wird SG-Ready-Zustand 3 für mind. 30 Minuten geschaltet.
SG Ready Betriebszustand 3 ist eine Empfehlung zu erhöhtem/verstärktem Betrieb, versucht also den überschüssigen PV-Strom in Wärme umzuwandeln und dies im Haus bzw. im Warmwasserspeicher und Pufferspeichern zu speichern. Die Wärmepumpe entscheidet je nach momentanem Temperaturbereich, ob dies möglich ist.
Bei Auswahl des SG-Ready Standards 1.0 gibt es noch Betriebszustand 4 “hoch”: Dies sollte die Wärmepumpe als direkten Anlaufbefehl interpretieren. Der Betriebszustand wird erst bei einem PV-Überschuss von mehr als 80% der Nennleistung der Wärmepumpe für mindestens 15 Minuten geschaltet.
Optimierung mit dynamischen Tarifen
Der Wärmepumpe wird die Empfehlung zum erhöhten Betrieb gegeben, wenn der Preis unterhalb der definierten Preisgrenze liegt. Wird die Preisgrenze verändert, kann es bis zu 15 Minuten dauern, bis die Änderungen wirksam werden. Bitte beachten: Der Betriebszustand wird abhängig von den jeweiligen Temperaturgegebenheiten von der Wärmepumpe umgesetzt.
Übersicht der SG-Ready Zustände (V 1.1)
Modus | Bezeichnung im Betriebszustand | Beschreibung |
|---|---|---|
SG-Ready-Zustand 1 | Aus (= EVU-Sperre) | Beschränkung der Leistungsaufnahme der Wärmepumpe (früher Abschaltbefehl), wird für §14a Regelung benötigt. |
SG-Ready-Zustand 2 | Standard | Standardzustand, Optimierer macht keine Vorgabe |
SG-Ready-Zustand 3 | erhöht | Empfehlung zu erhöhtem Betrieb, die Wärmepumpe entscheidet je (Bedingung: Für mind. 15 Min PV- Überschuss mehr als 50 % der Nennleistung der Wärmepumpe) |
Zähler (SmartMeter) mit SG-Ready Wärmepumpe verbinden
Funktion: Der Kunde kann einen Zähler einbinden, der die Stromaufnahme der WP misst und diesen Zähler der WP zuordnen. Damit erscheint die elektrische Leistungsaufnahme in der App in der WP Kachel und wird auch in der Historie richtig hergestellt. Ohne den Schritt der Zuordnung erscheint der Zähler einfach als Kachel auf dem Dashboard.
Vom Installateur ist dazu ein kompatibler Zähler (siehe Kompatibilitätsliste) in den Strang der Stromversorgung der Wärmepumpe einzubauen. Dieser Zähler muss im Leaflet HEMS als “Verbraucher”-Zähler eingebunden werden.
2. Modbus-TCP / EEBus-Wärmepumpen mit PV-Überschuss Regelung
Wärmepumpen mit einer Modbus-TCP Verbindung besitzen den Vorteil, dass hier verschiedene Informationen, wie Stromverbrauch, Thermische Leistung, COP und anderes abgefragt und in der HEMS-App angezeigt werden können. Das gleiche gilt im Prinzip auch für die EEBus-Wärmepumpen.
Die Optimierung von Wärmepumpem mit PV-Überschuss Regelung erfolgt durch das Leaflet HEMS, in dem der Wärmepumpe der aktuelle PV-Überschuss Wert zur Verfügung gestellt wird und die Wärmepumpe je nach Modell und eingestellter Konfiguration dann in einen “Überheizbetrieb” geht, bei dem Heizkreis, Warmwasser- oder Pufferspeicher etc. wärmer als normal geheizt werden.
Bei EEBus-Wärmepumpen erfolgt die Steuerung über verschiedene EEBus-Usecases, wobei hierbei die Wärmepumpe die beim Leaflet HEMS implementierten Usecases unterstützen muss, sonst ist kein Betrieb möglich.
Voraussetzungen
Konfiguration der Wärmepumpe
Die Wärmepumpe muss nach Herstelleranleitung konfiguriert werden
Modbus Funktion muss oft frei- oder eingeschaltet werden
EEBus-Pairing mit dem Leaflet HEMS muss erfolgen
Einstellungen wie überheizen Heizkreis, Pufferspeicher etc., teilweise sind diese Einstellungen nur durch den Heizungsbauer konfigurierbar je nach Hersteller der Wärmepumpe
Einstellungen in der HEMS-App
Die Wärmepumpe muss mittels Installationsassistenten oder manuellem Hinzufügen installiert werden
Bei Modbus Geräten die Wärmepumpe aus der Liste wählen
Bei EEBus “Generic EEBus-device” auswählen → Pairing mit der Wärmepumpe muss erfolgen
Weitere Konfigurationsschritte sind nicht erforderlich

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